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(KAI-OM) - Ziele und Aufgaben des kulturanthropologischen Instituts

Prof. Dr. Christine Aka referiert in der Gruppe "Männersache"

(KAI-OM) - Ziele und Aufgaben des kulturanthropologischen Instituts

Prof. Dr. Christine Aka referiert in der Gruppe "Männersache"

Cloppenburg(kes). Über die Ziele und Aufgaben des kulturanthropologischen Instituts Oldenburger Münsterland (KAI-OM) unterrichtete dessen Geschäftsführerin Prof. Dr. Christine Aka die Männerrunde des Bildungswerkes.  

Das KAI-OM erforscht die historische und die gegenwärtige Alltagskultur des Oldenburger Münsterlandes. Die Außenwahrnehmung des Oldenburger Münsterlandes (OM) sei oft durch Stereotype geprägt, und hier sei es vor allem die intensive Landwirtschaft, die das Bild der Region prägt, sagte die Professorin. „Das KAI -OM sieht genauer hin“, verdeutlichte Prof. Aka. Die Fragen: Wie ist es um das kulturelle Erbe der Region bestellt?  Wie gehen die Menschen mit den Bauernhöfen, den Keimzellen ihres Wohlstandes, um? Wie hat sich die Kulturlandschaft verändert?  Wie hat sich die Bevölkerung durch Zuzug und durch Änderungen in religiösen und familiären Strukturen verändert? stünden dabei im Mittelpunkt der Forschung. „Was geht?!- Von Feiern und Festen im Nordwesten“ sei ein erstes Projekt gewesen, das Volontärin Maleika Winzheim auf die Beine gestellt habe.  


Prof. Dr. Aka und Teilnehmer der Männerrunde

Eine Ausstellung im Museumsdorf und ein lesenswertes Begleitbuch sei ein herausragendes Ergebnis dieser Forschungsarbeit, sagte Prof. Aka. Sie selbst erforsche zurzeit die Missionarinnen im OM.  „Es waren toughe Frauen, die in die weite Welt reisten, um missionarisch tätig zu werden“, stellte Prof. Aka fest. Auf plattdeutsch würden diese Frauen häufig als „Nönnekes“ bezeichnet, „doch das entsprach ganz und gar nicht ihrer Persönlichkeit“ stellte die Wissenschaftlerin fest. Hedwig Imbusch aus Vechta sei 1914 nach Samoa aufgebrochen, sie sei nie wieder zurückgekehrt.  

Nur per Brief, der in der Gruppe die Runde machte, habe sie mit ihrer Familie in Kontakt gestanden. Prof. Aka geht von 7000 bis 8000 Nonnen aus Südoldenburg aus, von denen man nichts mehr weiß. Das KAI-OM wurde 2018 als „An-Institut“ der Universität Vechta gegründet.  

Getragen wird es von den Landkreisen Cloppenburg und Vechta und ist zu finden beim alten Eingang des Museumsdorfes Cloppenburg. Ein gelungener Abschluss des kleinen Jubiläums zehn Jahre Männersache, fanden die 13 Männer, die ausnahmsweise als Abendveranstaltung im Hotel Taphorn unter „2G plus- Bedingungen“ stattfand.  

Die nächste Männersache findet am Samstag, 5. Februar mit einem Afghanistan-Veteran statt. Anmeldungen unter 04471 9108-0.

  

Copyright und Foto: Martin Kessens