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17 Frauen qualifizieren sich zur Fachkraft für frühkindliche Sprachbildung und Sprachförderung

KEB Zertifikatskurs

Cloppenburg(kes). „Besonders Umstände erfordern besondere Maßnahmen“, resümierte Fachbereichsleiterin für Pädagogik im Bildungswerk Cloppenburg Christiane Johannes die letzten anderthalb Jahre, als sie den 17 Frauen die Zertifikate der katholischen Erwachsenenbildung (KEB) überreichte. Alle bestanden die Prüfung zur „Fachkraft für frühkindliche Sprachbildung und Sprachförderung“. Unterbrechungen, Online-Unterricht, dozierende Referenten, anstatt Gruppenarbeiten und Maskenpflicht begleiteten die qualifizierende Ausbildung für die Erzieherinnen. Selbst am Prüfungstag war eine sich in Quarantäne befindende Teilnehmerin per Videokonferenz zugeschaltet. So fiel dann auch das Lob für die Absolventinnen und für die Referentin Bärbel Kruthaupt überschwänglich aus. „Sprache, und auch insbesondere das Erlernen der deutschen Sprache, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Chancengleichheit und das alltägliche Lernen in allen Lebensbereichen“, verdeutlichte Kruthaupt. Die Weiterbildung habe sich auf diese Anforderungen in vielfältiger Weise konzentriert, fuhr die Fachreferentin fort. Sprachentwicklungs-Meilensteine, deren Diagnostik und den Umgang mit Sprachentwicklungsstörungen sowie die zentralen Faktoren für alltagsintegrierte Sprachbildung und –förderung standen auf dem Stundenplan des 120 Unterrichtsstunden umfassenden Zertifikatskurs. Außerdem erwarben die Teilnehmerinnen fundierte Kompetenzen für eine wertschätzende und konstruktive Kommunikation mit den Sorgeberechtigten über den jeweiligen Sprachentwicklungsstand ihres Kindes. „Ich bin Sprachentwicklungsförderin, also muss ich auch selbst an mir arbeiten“, brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt und stellte bei sich und auch bei ihren Kurskommilitoninnen einen sensibleren Umgang mit Sprache fest. Sprachförderung müsse schon in der Krippe verankert werden, waren sich die Erzieherinnen einig, das letzte Vorschuljahr genüge häufig nicht, um Sprachdefizite abzubauen. Dabei wurde auch der Wunsch nach einer besseren finanziellen Ausstattung der Sprachförderung laut.

Die erfolgreichen Fachkräfte sind: Jaqueline Dwuletzki, Stephanie Menke, beide Cloppenburg; Jana Volkmann, Oldenburg; Laura Flebbe, Alfhausen; Manuela Schene, Cloppenburg; Christine Belisar, Jeddeloh; Monika Wegmann, Lutten; Birgit Nordmann, Visbek; Gisela Burhorst, Bakum; Lisa Pohlabeln, Friesoythe; Barbara Hillje, Edewecht; Celine Damman, Cloppenburg; Elif Bulutoglu, Vechta; Julia Pille, Steinfeld; Martina Gier, Lohne; Olga Schneider, Julia Meißner, beide Cloppenburg

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