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PIA

Durch Pflege in Arbeit

 

Cloppenburg (kes). Von zehn Teilnehmenden des Kurses „PIA“-durch Pflege in Arbeit“ haben bereits drei eine Zusage für eine Arbeitsaufnahme. Adam Jaralnbi aus dem Sudan hat im siebenwöchigen Praktikum so gut eingeschlagen, dass er sich jetzt mit dem KEB-Zertifikat „Helfer(in) in der Altenpflege“ noch einmal beim Pius-Stift vorstellen darf. Der komplette Kurs mit Teilnehmenden aus sieben verschiedenen Nationen drückt ihm die Daumen. PIA ist ein Projekt, welches über den Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wird und so Neubürgerinnen und Neubürgern die Möglichkeit bietet, beruflich Fuß zu fassen. „Wir tun so etwas gegen den Pflegenotstand“, sagt Projektleiterin Annette Hopfmann. Diba Khawjazada aus Afghanistan hat eine berufliche Zukunft im Altenheim St. Franziskus Löningen. „Wir müssen im Bereich Pflege immer die Ehemänner mit ins Boot holen“, klärt Hopfmann auf, „denn vielfach kennt der Herkunftskulturkreis nicht, dass bei der Pflege das Geschlecht des Pflegenden und des Patienten hier keine Rolle spielt. So haben wir den Ehemann so sensibilisiert, dass er nun selbst eine Ausbildung als Krankenpfleger aufgenommen hat“. Begonnen hat das Projekt am 1. September 2019 und läuft bis 31. Januar 2021. Es ist in Modulen aufgeteilt, so dass ein Einstieg bzw. Ausstieg nach Beendigung eines Moduls möglich sind. So werden die anderen Teilnehmenden das nächste Modul „Betreuungshelfer/in“ in Angriff nehmen, „und neue Teilnehmerinnen sind auch schon angemeldet“, sagt Christel Wernicke, die die sozialpädagogische Betreuung übernommen und Fachunterricht erteilt hat. Auch während des Corona-Stillstands haben die Pädagogen Kontakt mit den Teilnehmenden gehalten und Lernpakete gepackt, „doch der praktische Unterricht kann nur analog stattfinden“, finden die Pädagoginnen. Flankiert wurde das Modul durch intensiven Deutschunterricht. Kontakt und Informationen beim Bildungswerk: Annette Hopfmann 04471 9108-14.