Martin Kessens

Studienfahrt der katholischen Erwachsenenbildung (KEB)

zu den baltischen Staaten

Cloppenburg. Über die positive Entwicklung der baltischen Staaten seit ihrer Unabhängigkeit konnten sich 16 Reiseteilnehmenden aus dem Oldenburger Münsterland auf einer Studienfahrt der katholischen Erwachsenenbildung (KEB) überzeugen. Geschichte, Natur und Kultur wurden ihnen auf der einwöchigen Reise näher gebracht, die in der Hauptstadt Estlands in Tallinn begann. Diese Stadt überzeugte durch eine Vielzahl restaurierter und teils originalgetreu erhaltener Bauwerke. In der Hauptstadt Lettlands in Riga wurden u.a. die Jugendstilstraßen, das Rigaer Schloss, die Petrikirche und der Dom bestaunt. Mitten auf dem Lande erhob sich das fast komplett erhaltene Barockschloss Rundale. Meditativ wurde ein Gang zum Berg der Kreuze, wo auch Kreuze einiger  Gemeinden aus dem Oldenburger Münsterland aufgestellt waren. Ein Tag an der kurischen Nehrung, eine knapp 100 km lange und nur etwa 300 bis 4500 Meter breite Halbinsel brachte Naturerlebnis pur mit einer stürmischen Ostsee. Auf dem Weg nach Litauen passierte die Reisegruppe die Bischofsstadt Kaunas und die Wasserburg Trakai. Die Hauptstadt Vilnius präsentierte mittelalterlichen Gassen, Burganalgen und 62 Kirchen. Als besonders interessant bezeichnete die Reisegruppe die Angebote außerhalb des touristischen Programms. Auf einem Bauernhof lernte sie die Landwirtschaft Lettlands kennen. Sie staunten über den Erfolg der Bäuerin, die nach der Wende mit fünf Hektar wieder angefangen hat und nun 350 Hektar bewirtschaftet, wovon 150 Hektar dazu gepachtet war. Aufschlussreich war auch ein Gespräch mit der örtlichen Caritas, die sich im Vilnius vornehmlich um Obdachlose und Menschen, die aufgrund der Wende in Armut geraten sind, kümmert. Staatliche Unterstützung in Höhe von 65% sowie kirchliche Mittel sind die Grundlage für die caritative Arbeit vor Ort.Die nächste Reise mit der KEB geht  vom 4. bis 16. Oktober nach Äthiopien. Auch da sind neben den touristischen Zielen auch viele Begegnungen mit der äthiopischen Bevölkerung geplant. Infos dazu gibt es bereits jetzt unter 04471 8506780.