Martin Kessens

Fahrradtour des Bildungswerkes

zum Thema Klimawandel

Cloppenburg. Dem Klimawandel in und um Cloppenburg waren 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger per Fahrrad auf der Spur. Als Folge der politischen Sommergespräche des Bildungswerkes hatte die Bildungseinrichtung  diese geführte Fahrradtour unter der Leitung von Bernd Tabeling organisiert. Die Fahrt ging vom Bahnhof bis zum Lidl-Logistiklager. An vielen Stellen demonstrierte Tabeling den Raubbau an der Natur und das sorglose Umgehen mit der Umwelt, dazu zählen u.a. die Bodenverdichtung und das übermäßige Ausbringen von Gülle.  Auf dem Bauernhof von Andreas Thole wurde den Teilnehmenden die Wirkungen der herrschenden Dürre vor Augen geführt. „Wir werden auch im nächsten Jahr die Dürre noch hautnah spüren“, sagte der Junglandwirt, „denn das Futter, das wir heute einfahren, hat weniger  Energie, um z.B. die entsprechende Milchleistung bei Kühen zu erzielen. Die Entschädigung für die Landwirtschaft sieht er positiv, jedoch müsse man genau abwägen, wem Hilfe zuteilwerden darf. Als positives Beispiel, wie die Ressource Wasser aufgefangen werden kann, demonstrierte Tabeling am Logistiklager Lidl. Dort habe man unterirdische Regenrückhaltebecken angelegt. Diese Konstruktion wirke wie ein Speicher, in dem bei Starkregen das Wasser gesammelt wird, damit es nicht in die Kanalisation strömt. Das Wasser versickert so in den Boden. „Und die angrenzenden Maisfelder profitieren davon“, demonstrierte Tabeling an einem gut ausgewachsenen Maiskolben. Jeder könne zu Hause anfangen, appellierte er an die Interessierten, nicht jede Ecke des Gartens müsse bepflastert sein und der Natur dürfe man einfach mal freien Lauf lassen.