Martin Kessens

Politische Sommergespräche mit der

Gruppenvorsitzende der Gruppe UWG/FDP Jutta Klaus

Cloppenburg. Im Mittelpunkt des letzten politischen Sommergesprächs des Bildungswerkes standen die Themen Kita-Betreuungsplätze und Umweltthemen im Vordergrund. Das Piepergelände wurde am Rande erwähnt, aber auch hier gab Jutta Klaus, Gruppenvorsitzende der Gruppe UWG/FDP zu, dass Politik und Verwaltung nicht optimal gehandelt und den Investoren zu freie Hand gelassen hätten. Jedoch sei ein Gespräch diesbezüglich zwischen dem Bürgermeister und den Investoren anberaumt. Vor 30 Politik interessierten Bürgerinnen und Bürger im Innenhof des St.-Pius-Stiftes machte sich die Ratsfrau stark für ein Langzeitkonzept auf mindestens fünf Jahre bezüglich Kinderbetreuungsplätze. „Wir können den Rechtsanspruch zur Zeit nicht erfüllen“, sagte Klaus. Dies bestätigten einige Diskussionsteilnehmende, die teilweise in der Wartschleife seien und deren Lebensplanung von einem Kitaplatz abhängig sei. Es hätten schon allein Erziehende den Beruf oder den Job wechseln müssen, weil kein Kitaplatz auch außerhalb der „normalen“ Öffnungszeiten zur Verfügung stünde, hieß es.  „Ab 1. August startet ein Pilotprojekt für eine Frühbetreuung von sechs bis acht Uhr“, teilte Jutta Klaus mit. „Wir legen immer wieder den Finger in die Wunde, was Betreuungsplätze anbelangt“, sagte sie. „Sparen in der Bildung ist teuer“. Die mangelnden Kitaplätze erschwerten den Frauen wieder frühzeitig in den Beruf einzusteigen und Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen.  „Die Frauen seien überwiegend die Leidtragenden“, hieß es aus der Runde. Bezüglich der Abwasserentsorgung  von Vion, bestätigte die Ratsfrau, dass eine Klappe eingerichtet werden soll, wenn die Werte außerhalb der Norm liegen. „Das hätte bereits bis nach den Sommerferien passieren sollen, wusste ein Teilnehmer, doch er hätte bislang von einer Installation nichts gehört. Vion hätte zu viele Versprechungen gemacht und die Schlachtkapazitäten seien um ein Vielfaches erhöht worden, sagte Klaus. Den übermäßigen Maisanbau prangerte eine Teilnehmerin an und die erhöhte Trockenheit räche sich jetzt bei den ausgedörrten Böden. Die übermäßig genehmigten Biogasanlagen hätten die Bauern dazu verleitet, immer mehr Mais anzubauen.Ilona Heydt, pädagogische Leiterin des Bildungswerkes, bedankte sich bei Jutta Klaus und allen Politikern für die Bereitschaft, sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu stellen. Jutta Klaus hingegen forderte alle auf, sich mehr einzumischen, sie spreche hiermit auch für ihre Ratskollegen und lobte diese Form des Bürgergesprächs. „Es gibt im nächsten Sommer eine Neuauflage“, versprach Ilona Heydt