Martin Kessens

Politische Sommergespräche mit

dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen Michael Jäger

Cloppenburg. Wieder über 20 Politik Interessierte trafen sich dieses Mal im Innenhof des Augustinus Pfarrheims, um mit dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen Michael Jäger über die Kommunalpolitik zu diskutieren. Die Themen bezogen sich auf Umweltfragen, Integration und Inklusion, jedoch stand auch die Bebauung des Piepergeländes wieder im Fokus der Diskussionen. Auch Jäger gab zu, wie die Fraktionsvorsitzenden der CDU und SPD zuvor in den vorausgegangenen Diskussionsrunden des Bildungswerkes, dass Politik und Verwaltung bei der Bebauung des Piepergländes versagt hätten. Jäger demonstrierte an Hand von mitgebrachten Plänen die ursprüngliche  Bebauung des Piepergeländes. Diese Pläne hätten sich von der Realität weit entfernt, stellte Jäger fest. Das Kind sei bereits in den Brunnen gefallen, meinte die Diskussionsrunde. Er, Jäger habe mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD Jan Oskar Höffmann Kontakt aufgenommen. Dieser habe bereits den Antrag gestellt, das Piepergelände auf die Tagesordnung der nächsten  Sitzung des Planungsausschusses zu setzen. Leider sei der Antrag des Glyphosatverbots im Rat mit 17:17 Stimmen gescheitert, bedauerte Jäger. Jedoch verkauften die großen Baumärkte das Pestizid nicht und auch die Gärtnereien, mit denen die Stadt zusammenarbeite, verwendeten das Gift nicht. Die Diskussionsrunde sprach auch die Nitratbelastung an. Die Gülleverordnung sei eine Bundesangelegenheit und könne auf kommunaler Ebene nicht beeinflusst werden. „Wohl aber können wir immer wieder auf die Problematik aufmerksam machen“, sagte Jäger.Inklusion umzusetzen wie es vorgeschrieben sei, sei aufgrund von Ausstattung der Schule und des pädagogischen Personals kaum umsetzbar.  Es gäbe aber in Cloppenburg Kooperationsklassen, in denen behinderte und nicht behinderte Kinder unterrichtet würden. Dabei sei auch immer der Grad der Behinderung entscheidend, ob Inklusion gelänge. Bei der Integration von Geflüchteten seien ihm keine Probleme bekannt. Zur Integration und Inklusion gehöre auch die Beteiligung aller Altersschichten in der Gesellschaft. Cloppenburg sei zwar die jüngste Stadt Deutschlands, aber man dürfe die ältere Generation nicht aus den Augen verlieren, verlangten vor allen Dingen Vertreter/-innen des Hauses der Senioren. Dieses Anliegen nahm Jäger als „Hausaufgabe“ mit und bedankte sich für die Möglichkeit des direkten erfrischenden Gesprächs mit den Bürgerinnen und Bürger der Stadt.