Martin Kessens

Politische Sommergespräche mit

Fraktionsvorsitzenden der SPD Jan Oskar Höffmann

Cloppenburg. Bezahlbare Wohnungen und Bebauungsplan und wieder das Piepergelände standen dieses Mal im Mittelpunkt der politischen Sommergespräche im Bildungswerk, die aufgrund des unsicheren Wetters in das Foyer der Bildungseinrichtung verlegt wurden. Gesprächspartner  der über 20 Teilnehmenden war dieses Mal der Fraktionsvorsitzenden der SPD Jan Oskar Höffmann. Er bezeichnete die Wohnungssituation in Cloppenburg als dramatisch. Die Leerstände in Cloppenburg seien niedriger als in den Großstädten Hamburg und München und die Mieten für eine 40m² Wohnung seien in der Zeit von 2012 bis 2015 um 28 % gestiegen. Jedes Jahr fehlten 250 Wohnungen.  „Wir müssen uns von der Einfamilienhausromantik verabschieden“ sagte er, Cloppenburg sei ein Mittelzentrum und bräuchte Mietwohnungen und deshalb  müsste man  eine Verdichtung in Kauf nehmen. Höffmann forderte eine Renaissance des sozialen Wohnungsbaus.  Er regte an, Quoten in Baugebieten festzulegen, von denen ein Teil an die Wohnungsbaugesellschaft veräußert werden könnte. Auf die Bebauung des Piepergeländes angesprochen, gab Höffmann zu, dass Politik und Verwaltung versagt hätten. Es fehlten Einkaufsmöglichkeiten, Cafés, Plätze und Bänke für ein gutes Miteinander, hieß es aus dem Teilnahmekreis. Höffmann versprach das Thema „Piepergelände“ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Planungsausschusses setzen zu lassen. „Ein Thema, das nicht nur diese Diskussionsrunde beschäftigt, sondern auch einen Großteil der Cloppenburger Bevölkerung“, waren sich die Teilnehmenden einig. Bei dem Thema Verkehrspolitik wurde insbesondere die Situation am Cappelner Damm diskutiert. Dort, stellte eine Teilnehmerin fest, gäbe es eine erhöhte Gefährdung, vor allen Dingen für die jüngsten Verkehrsteilnehmenden.  Die Straßenquerung zur Kita und Bushaltestelle sei nicht optimal gesichert. Querungshilfen  vermittelten eine trügerische Sicherheit. Höffmann lud zur nächsten Sitzung des Bau-und Verkehrsausschusses ein, wenn dieses Thema diskutiert werde. Grundsätzlich ermunterte er, an Sitzungen der Ausschüsse und des Rates teilzunehmen, und er verfolgt die Idee, die Sitzungen aufzunehmen und im Internet abzurufen. „Wir müssen uns auf neue Kommunikationswege einlassen, ohne aber die konventionellen Wege zu verlassen.“