Martin Kessens

Seminar im Tibet-Zentrum Hannover

mit dem Titel „Ein Vormittag für mich“

Cloppenburg. Ins Tibet-Zentrum Hannover ging die Fahrt des Seminars „Ein Vormittag für mich“ vom Bildungswerk Cloppenburg. 36 Frauen, unter der Seminarleitung von Martha Gelhaus, ließen sich über die Kultur des Tibetischen Buddhismus unterrichten. Khen Rinpoche Geshe Pema Samten, der spirituelle Leiter des Vereins, begrüßte die Frauen und stellte den Interessierten das Zentrum und die Theologie vor. Das Zentrum lebt eine Ordensgemeinschaft, bestehend aus dem tibetischen Mönchen und dem Lehrmeister, sowie zwei Nonnen. Samten Dargye Ling e.V., so der  offizielle Name, ist ein Ort, an dem sich die meditative Sammlung (bzw.der gefestigte Geist) entfaltet. „Die tibetische Kultur und der Tibetische Buddhismus sind untrennbar miteinander verbunden“, begrüßte der Leiter des Vereins die Cloppenburgerinnen. Bis etwa Mitte des 17. Jahrhunderts sei Tibet eine Monarchie gewesen. Zu dieser Zeit wurde die religiöse wie auch die politische Staatsmacht dem damals 5. Dalai Lama übertragen und befindet sich seit dem in den Händen des jeweiligen Dalai Lama. Über 6000 Klöster seien in Tibet entstanden, die einzigen Bildungsstätten des Landes, erklärte der Mönch. Aus fast jeder Familie wurde ein Kind in ein Kloster geschickt. Das Tibet-Zentrum Hannover bietet neben einem fundierten Studium des Buddhismus ein regelmäßiges und umfangreiches Programm mit Meditationsabenden, Praxisgruppen und vielen anderen Kursangeboten an.  Ein vegetarisches Mittageseen rundete das Programm ab. „Ein Besuch der sich gelohnt hat“, waren sich die Frauen einig.